100 Prozent Memmingen

Buxheimer Straße - Straßenrandstreifensicherung

Die Buxheimer Straße wurde zwischen dem Europastraßenkreisverkehr und der Stadtgrenze in Richtung Buxheim vor wenigen Wochen mit einem neuen Asphaltbelag versehen. Bei dieser Baumaßnahme wurde auch der Straßenrandstreifen mit erneuert und mit Erde verdichtet. Auf der Seite von der Firma Sportplatzbau Kutter wurde der Straßenrandstreifen mit "Findlingen" gesichert. So wird dort eine Überfahrt verhindert. Auf der anderen Straßenseite wurde jedoch nichts unternommen, um eine Überfahrt zu verhindern. So ist es dort Gang und Gebe über diesen Straßenrandstreifen zu fahren. Auf Dauer wird so die noch neue Straße nicht nur dauernd verschmutzt, sondern auch an den Seiten brüchig. Daraus resultiert eine noch höhere Lärmbelästigung für Anwohner, als sie derzeit mit pro LKW durchschnittlich zwischen 75-90 Dezibel jetzt schon gegeben ist. Die Stadt wurde daher von Stadtrat Thomas Mirtsch aufgefordert, schnellstens Abhilfe zu schaffen und auch die andere Straßenseite mit Findlingen oder ähnlichem auszustatten, so das die Buxheimer Straße länger hält und somit nicht nach kurzer Zeit wieder auf Kosten der Memminger Steuerzahler erneuert werde muss. 

 

Es freut uns, das bereits jetzt Straßenbegrenzungspfosten gesetzt wurden und Findlinge ausgelegt wurden. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an den Bauhof und das Tiefbauamt für die schnelle Erledigung!

 

Ganzjahresbad für Memmingen – eine (un)-endliche Geschichte

Um Missverständnisse von vornherein auszuschließen, möchte ich eingangs klarstellen, dass u.a. die notwendigen Sanierungsmaßnahmen mehrerer Memminger Schulen oder die Finanzierung der Klinikerweiterung selbstverständlich Priorität genießen. Wenn jedoch, wie bei den jeweiligen Stadtrundgängen durch die Grünen-Spitzenkandidatin Corinna Steiger (MZ vom 13. Februar) und den ÖDP-Spitzenkandidaten Prof. Dr. Dieter Buchberger (MZ vom 12. Februar) unisono kundgetan wird, dass sie sich mit ihren Parteien in der Bäderfrage mittlerweile für Sanierungen des in die Jahre gekommenen Freibades und des ebenfalls bereits etwa 50 Jahre alten Hallenbades – anstelle eines Neubaus eines kombinierten Ganz-jahresbades aussprechen – frage ich mich, ob hier nicht weiter  an der Zukunft vorbei geplant wird. 

Ich bezweifle, dass sich eine – insbesondere aufgrund ihrer veralteten Technik – erforderliche Generalsanierung der beiden Bäder  in einem vertretbaren Kostenrahmen bewegen wird. „Scheibchenweise“ einzelne Sanierungsmaßnahmen durchführen, hieße dagegen „Löcher stopfen“ – um den laufenden Badebetrieb zu sichern, so lange es noch geht. Zu befürchten steht, dass die „Sportstadt Memmingen“ dadurch mittelfristig ihre Bäder nicht saniert haben, sondern eher ohne solche dastehen könnte.

Ein Badesee am Stadtweiher – hier gab es früher mal eine Müllhalde - würde, wie vom Spitzenkandidaten der ÖDP gefordert, außerdem die defizitäre Lage der Memminger Bäder lediglich verschärfen.

Der separate Betrieb zweier alter, mehr oder weniger sanierter Bäder dürfte insbesondere unter dem Gesichtspunkt  heutiger energetischer Bauweisen und Einsparmöglichkeiten deut-lich unwirtschaftlicher sein wie modernes, kombiniertes Frei- und Hallenbad. 

Die aus der Luft gegriffene Behauptung der Spitzenkandidatin der Grünen, dass nach einem Bäderneubau die Eintrittspreise „wahnsinnig“ steigen würden, könnte ich nur nachvollziehen, wenn das Projekt an einen privaten Investor vergeben werden würde.

Wie es gehen könnte, mittelfristig ein familienfreundliches- und schwimmsportgerechtes Ganzjahresbad bei durchaus moderater Preisgestaltung zu bauen, zeigt ein Blick in die oberfränkische Stadt Bamberg. Hier haben die Stadtwerke als Betreiber mit dem „Bambados“ ein Kombibad in einer ökologisch zukunftweisenden Bauart, sowohl mit einem Familien-konzept, als auch barrierefrei erstellt.      

Max Halder

CRB-Stadtratkandidat

Elektrobus in Memmingen

Ein „kommunaler Dauerbrenner“ ist seit vielen Jahren die Verkehrssituation in der Memminger Altstadt. Zu viel Verkehr, zu schnell, zu laut, zu viele Abgase und zu wenig Parkplätze in und rund um die Kernstadt, so die meistens geäußerten Klagen. Durch den vom CRB initiierten Antrag auf eine flächendeckende 30km/h Regelung in der Altstadt wurden bereits die richtigen Weichen gestellt. Gesunkene Unfallzahlen und ein wesentlich „gemächlicheres Tempo“ wurden seitdem durch die Polizei registriert.

Was sicherlich bleibt ist weiterhin der Brennpunkt Weinmarkt und damit verbunden der massive Linienbusverkehr, der sich längs durch die Innenstadt zieht. Gerade in den wärmeren Monaten ist zu beobachten, dass Passanten und die jeweiligen Besucher der Außengastronomie auf beiden Seiten des Weinmarktes geradezu von Dieselwolken „eingeblasen“ werden. Hierzu muss eines verdeutlicht werden: Die derzeitige Praxis, den gesamten Buslinienverkehr mit Dieselbussen durch diese verkehrsberuhigte Zone zu führen ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Auf Feinstaub- und Rußwerte muss hier nicht im Detail eingegangen werden, sie liegen aber bei den oftmals stehenden und sich langsam durch die Stadt quälenden Bussen auf der Hand. 

Eine alternative Lösung wäre ein batteriebetriebener Elektro-Pendelbus in der Memminger Innenstadt. Dieser könnte an den Werktagen innerhalb der gängigen Geschäftszeiten vom ZOB im Osten zu einem Gegenziel im Westen (ggf. Klinikum oder Hühnerberg) verkehren. Dabei wären folgende Vorteile gegeben:

  • Entlastung der verkehrsberuhigten Zone von den übergroßen Bussen und somit eine Entspannung beim Verkehrsfluss
  • Abgasreduzierung in der Memminger Innenstadt
  • Erhöhung der Einkaufsattraktivität für Altstadtkunden
  • Förderung der Außengastronomie durch die genannten verbesserten Umstände
  • Zusätzliche Vorteile für Senioren und Behinderte durch bessere Einstiegsverhältnisse.

Elektrobusse kommen inzwischen weltweit immer mehr zum Einsatz.

Der CRB hat sich deshalb entschlossen, ein derartiges Fahrzeug versuchsweise am Samstag, den 22. Februar 2014 ab 10.00 Uhr den interessierten Bürger Memmingens zu präsentieren. Dabei ist geplant, insgesamt vier Touren zu präsentieren:

Tour 1: Abfahrt 10.00 Uhr

Tour 2: Abfahrt 11.00 Uhr

Tour 3: Abfahrt 13.00 Uhr

Tour 4: Abfahrt 14.30 Uhr

Bei der letztgenannten Tour wird sich der Elektrobus nicht nur auf den Innenstadtbereich beschränken, sondern auch die Ortsteile wie Dickenreishausen, Volkratshofen, Hart und Buxach anfahren.

Der verwendete Elektrobus hat eine Länge von 12 m und verfügt über 23 Sitzplätze und zahlreiche Stehplätze. Das Fahrzeug wird am Einsatztag durch die Betreiberfirma ausführlich dargestellt und kann an der noch festzulegenden Haltestelle besichtigt werden. Weitere Einzelheiten werden in Kürze noch durch die Presse mitgeteilt.

Heribert Guschewski

Stellvertretender Vorsitzender des CRB

Parksituation Klinikum

Problematische Verkehrslage rund um das Memminger Klinikum

Seit Jahren verschärft sich die Verkehrssituation rund um das Memminger Klinikum kontinuierlich weiter, zum Ärger von Besuchern, Anwohnern und Bediensteten.  Die Gründe liegen auf der Hand, werden aber offenbar nicht von allen wahrgenommen oder auch von einigen Stadtverantwortlichen schlichtweg ignoriert. Die Vorstandschaft des Christlichen Rathausblockes Memmingen hat sich deshalb entschlossen, den Oberbürgermeister unserer Stadt Memmingen konkret mit einem Schreiben auf die derzeitigen Verhältnisse aufmerksam zu machen. Auch wenn eine sofortige Veränderung nicht realisiert werden kann, so soll doch eine Umdenk- oder Planungsphase damit angestoßen werden. 

Christoph Steinlehner u. Heribert Guschewski

Vorsitzender und Stellvertretender Vorsitzender des CRB

--> Das Schreiben an den Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger als PDF-Dokument (500KB)

 

Verkehrsknotenpunkt Memmingen, zu einem hohen Preis!

Verkehrsknotenpunkt Memmingen, zu einem hohen Preis!

 

Lärmbelastung durch A 7 und A 96

Um Missverständnisse zu vermeiden: Niemand kann sich heute noch vorstellen, dass der gesamte Fernverkehr in alle Richtungen auf der B 18 und B 19 durch die Stadt Memmingen verläuft und möchte dies wieder ändern. Insofern gab es zum Bau der Autobahnen A 7 im Jahre 1972 und der A 96 einige Jahre später keinerlei Alternativen. Es waren fällige, zukunftsorientierte Entscheidungen. Doch zu welchem Preis? Fast der gesamte Stadtbereich von Memmingen wird inzwischen umfassend von Verkehrslärm beeinträchtigt. Und aufgrund der ständig ansteigenden Zulassungszahlen in Deutschland scheint ein Erreichen des Lärmspitzenpegels noch nicht in Sicht!

Bei den damaligen Planungen schien der „Lärmschutz“ kein großer Faktor gewesen zu sein. Eine stadtferne Lage der Autobahnen wäre aus heutiger Sicht ein großer Vorteil, insbesondere für eine engere, durchgehende und unmittelbare Stadtentwicklung. Dies lässt sich nun nicht mehr korregieren. So wurde versäumt, die A 7 im Westen der Stadt zwischen dem Autobahnkreuz und der Anschlussstelle Memmingen-Süd abzusenken, was technisch durchaus möglich gewesen wäre. Jedoch wurde in den Planungen noch die Bahntrasse von Memmingen nach Legau berücksichtigt und diese beim Bau der Autobahnbrücke an der Stadtweiherstraße auch umgesetzt. Zum nebeneinander verlaufenden Autobahn/Bahnverkehr kam es jedoch nicht mehr, der Bahnverkehr wurde eingestellt und die Gleise abgebaut!

Als wenige Jahre später mit dem Bau der A 96 München-Lindau begonnen wurde, ging man hinsichtlich der geplanten Straßenführung noch ruppiger zur Sache. So wurde die Autobahn durch den Memminger Ortsteil Amendingen gezogen, anschließend schnurgerade durch das Memminger Naherholungsgebiet, den Buxheimer Wald geführt. So wurden die Brückenpfeiler der Buxachtalbrücke sogar noch in den Nordbereich des Buxheimer Weihers gesetzt! 

Anfang der Neunzigerjahre waren die Planungsmängel bereits nicht mehr zu leugnen. So nahm schon vor nahezu 25 Jahren der Christliche Rathausblock Memmingen dieses Thema auf. Deshalb führte im September 1990 der damalige, nun im Herbst 2013 verstorbene Vorsitzende des CRB Hans-Jürgen Neumann ein Gespräch mit dem damals zuständigen Bayerischen Umweltminister Dr. Peter Gauweiler bezüglich des Lärmschutzes für den Memminger Westen. Die Antwort des Ministers aus München kam prompt: Die Stadt Memmingen ist für den Lärmschutz in diesem Bereich verantwortlich. Diese habe die betreffenden Baugebiete im Westen der Stadt erst erschlossen, nachdem die Autobahn schon vorbeiführte. 1968/69 war das Planfeststellungsverfahren für die A 7 abgeschlossen, 1972 die Autobahn fertiggestellt worden, aber erst 1979 wurde das Baugebiet Bräuäcker zum Beispiel erschlossen. Eine unbefriedigende, sich bis heute hinziehende Situation. So erfolgte lediglich eine Aufschüttung und Erhöhung des Lärmschutzwalls durch die Autobahndirektion Südbayern, den steigenden Ansprüchen jedoch nicht ausreichend.  Viele weitere, auch durch den Oberbürgermeister Dr. Holzinger und dem Landtagsabgeordneten Josef Miller angemahnten Verbesserungen blieben aus. Teilweise verbarrikadierten sich die zuständigen Politiker hinter ihren angesetzten Lärmgrenzwerten. So teilte im September 1992 der damalige Bayerische Staatsminister des Inneren, ein gewisser Dr. Edmund Stoiber mit, dass eine Geschwindigkeitsbeschränkung aus Lärmschutzgründen abgelehnt wird, „da weder der früher gültige Grenzwert von 60 db (A) nachts noch der jetzt gültige Richtwert von 57 db (A) auf der A 7 überschritten werde“. 

Zwischenzeitlich scheint eine Richtungsänderung in der Bundes- und Landespolitik erfolgt zu sein. So äußerste sich der Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer am 10. September 2013 bei einem Besuch in Memmingen noch recht zuversichtlich, dass insbesondere in Amendingen bald Lärmschutzbauten durchgeführt werden könnten. Wenige Wochen später war er allerdings unerwarteter weise nicht mehr im Amt!

Trotzdem gilt es, das Thema „Lärmschutz im Bereich der Memminger Autobahnen“ weiter konstant zu verfolgen. Spitzenbelastungen von 50 000 Fahrzeugen am Tag inzwischen auf der A 96 können auch von der Politik in Berlin und München nicht mehr schöngeredet werden. Der CRB wird sich weiterhin für bürgerfreundliche und längst erforderliche Belange der Memminger Bürger einsetzen.

 

Heribert Guschewski

Stellvertretender Vorsitzender des CRB