100 Prozent Memmingen

Verkehrsknotenpunkt Memmingen, zu einem hohen Preis!

Verkehrsknotenpunkt Memmingen, zu einem hohen Preis!

 

Lärmbelastung durch A 7 und A 96

Um Missverständnisse zu vermeiden: Niemand kann sich heute noch vorstellen, dass der gesamte Fernverkehr in alle Richtungen auf der B 18 und B 19 durch die Stadt Memmingen verläuft und möchte dies wieder ändern. Insofern gab es zum Bau der Autobahnen A 7 im Jahre 1972 und der A 96 einige Jahre später keinerlei Alternativen. Es waren fällige, zukunftsorientierte Entscheidungen. Doch zu welchem Preis? Fast der gesamte Stadtbereich von Memmingen wird inzwischen umfassend von Verkehrslärm beeinträchtigt. Und aufgrund der ständig ansteigenden Zulassungszahlen in Deutschland scheint ein Erreichen des Lärmspitzenpegels noch nicht in Sicht!

Bei den damaligen Planungen schien der „Lärmschutz“ kein großer Faktor gewesen zu sein. Eine stadtferne Lage der Autobahnen wäre aus heutiger Sicht ein großer Vorteil, insbesondere für eine engere, durchgehende und unmittelbare Stadtentwicklung. Dies lässt sich nun nicht mehr korregieren. So wurde versäumt, die A 7 im Westen der Stadt zwischen dem Autobahnkreuz und der Anschlussstelle Memmingen-Süd abzusenken, was technisch durchaus möglich gewesen wäre. Jedoch wurde in den Planungen noch die Bahntrasse von Memmingen nach Legau berücksichtigt und diese beim Bau der Autobahnbrücke an der Stadtweiherstraße auch umgesetzt. Zum nebeneinander verlaufenden Autobahn/Bahnverkehr kam es jedoch nicht mehr, der Bahnverkehr wurde eingestellt und die Gleise abgebaut!

Als wenige Jahre später mit dem Bau der A 96 München-Lindau begonnen wurde, ging man hinsichtlich der geplanten Straßenführung noch ruppiger zur Sache. So wurde die Autobahn durch den Memminger Ortsteil Amendingen gezogen, anschließend schnurgerade durch das Memminger Naherholungsgebiet, den Buxheimer Wald geführt. So wurden die Brückenpfeiler der Buxachtalbrücke sogar noch in den Nordbereich des Buxheimer Weihers gesetzt! 

Anfang der Neunzigerjahre waren die Planungsmängel bereits nicht mehr zu leugnen. So nahm schon vor nahezu 25 Jahren der Christliche Rathausblock Memmingen dieses Thema auf. Deshalb führte im September 1990 der damalige, nun im Herbst 2013 verstorbene Vorsitzende des CRB Hans-Jürgen Neumann ein Gespräch mit dem damals zuständigen Bayerischen Umweltminister Dr. Peter Gauweiler bezüglich des Lärmschutzes für den Memminger Westen. Die Antwort des Ministers aus München kam prompt: Die Stadt Memmingen ist für den Lärmschutz in diesem Bereich verantwortlich. Diese habe die betreffenden Baugebiete im Westen der Stadt erst erschlossen, nachdem die Autobahn schon vorbeiführte. 1968/69 war das Planfeststellungsverfahren für die A 7 abgeschlossen, 1972 die Autobahn fertiggestellt worden, aber erst 1979 wurde das Baugebiet Bräuäcker zum Beispiel erschlossen. Eine unbefriedigende, sich bis heute hinziehende Situation. So erfolgte lediglich eine Aufschüttung und Erhöhung des Lärmschutzwalls durch die Autobahndirektion Südbayern, den steigenden Ansprüchen jedoch nicht ausreichend.  Viele weitere, auch durch den Oberbürgermeister Dr. Holzinger und dem Landtagsabgeordneten Josef Miller angemahnten Verbesserungen blieben aus. Teilweise verbarrikadierten sich die zuständigen Politiker hinter ihren angesetzten Lärmgrenzwerten. So teilte im September 1992 der damalige Bayerische Staatsminister des Inneren, ein gewisser Dr. Edmund Stoiber mit, dass eine Geschwindigkeitsbeschränkung aus Lärmschutzgründen abgelehnt wird, „da weder der früher gültige Grenzwert von 60 db (A) nachts noch der jetzt gültige Richtwert von 57 db (A) auf der A 7 überschritten werde“. 

Zwischenzeitlich scheint eine Richtungsänderung in der Bundes- und Landespolitik erfolgt zu sein. So äußerste sich der Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer am 10. September 2013 bei einem Besuch in Memmingen noch recht zuversichtlich, dass insbesondere in Amendingen bald Lärmschutzbauten durchgeführt werden könnten. Wenige Wochen später war er allerdings unerwarteter weise nicht mehr im Amt!

Trotzdem gilt es, das Thema „Lärmschutz im Bereich der Memminger Autobahnen“ weiter konstant zu verfolgen. Spitzenbelastungen von 50 000 Fahrzeugen am Tag inzwischen auf der A 96 können auch von der Politik in Berlin und München nicht mehr schöngeredet werden. Der CRB wird sich weiterhin für bürgerfreundliche und längst erforderliche Belange der Memminger Bürger einsetzen.

 

Heribert Guschewski

Stellvertretender Vorsitzender des CRB

Pendelbusse

Flyer zum ersten Pendelbusangebot 2010Der Junge Block, die aktivste Memminger politische Nachwuchsorganisation machte im Juni 2009 die Idee eines Pendelbusses zum Fischertagsvorabend öffentlich.

Diese Einrichtung, welche sich in vielen Städten der Umgebung bereits seit Jahren bewährte, konnte dank dem Jungen Block und dem Antrag des CRBs erstmals im Jahr 2010 der Bevölkerung Memmingens angeboten werden. Es wurde ein großer Erfolg. Viele nutzten diese Möglichkeit bis heute. Um einen kleinen Beitrag von einem Euro fahren nun in der Regel mehrere Buslinien die Kernstadt sowie die Stadtteile ab um die Bevölkerung sicher nach Hause zu transportieren. Dank des Wachdienstes, der die Busse Nachts begleitet, braucht sich dort auch niemand um seine Sicherheit Sorgen zu machen. Trotz alledem fordert der Junge Block auch weiterhin, einen größeren Radius - ähnlich dem Schützenfest in Biberach, welches den Busverkehr bis fast vor die Stadtgrenzen Memmingens alljährlich durchführt - anzubieten, so dass dieses Pendelbusangebot auch als Werbemaßnahme für die Stadt Memmingen herausragt. 

Allerdings muss auch klar sein, das es auf Dauer nicht nur beim Fischertagsvorabend ein solches Angebot geben darf. Dieses Angebot gehört vielmehr auf mehrere Feste Memmingens ausgeweitet. So stellt sich der Junge Block schon heute vor, wie schön es wäre, sämtliche Stadt- und Bürgerfeste mit diesem Angebot ausgestattet zu wissen. 

Der Junge Block hat es erkämpft und einen 

Wir bleiben am Ball und werden einen sehr, sehr langen Atem beweisen.

Thomas Mirtsch

1. Vorsitzender Junger Block

Weitere Informationen zum Thema auf der Homepage des Jungen Blocks

Neue Ampel

Ampel am Parkhaus SchwesterstraßeAm Parkhaus Schwesterstraße war es bisher erst bei Einfahrt in das Parkhaus selbst möglich, die Besetzt-Ampel zu sehen. Erst auf Anfrage vom 26. September 2013 durch Wolfgang Courage im Bausenat wurde nun endlich die Ampel so gestaltet, das sie bereits bei der Einfahrt in die Schwesterstraße sichtbar ist. 

Der CRB möchte sich hiermit für die schnelle Umsetzung bei den Verantwortlichen der Stadt bedanken.