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Anträge 2018

Sanierung Parkhaus Krautstraße - Einbau eines Aufzugs

Tagesordnungspunkt 2 der Sitzung des Werkssenats am 01.03.2018

Bereits im Jahr 2015 hat die CRB-Fraktion einen Antrag für Planung eines Aufzugs beim Parkhaus Krautstraße eingebracht. Dieser Antrag wurde seinerzeit wegen zeitlich nicht bekannter Umsetzung ausgesetzt. Zu Beginn des Jahres 2017 verdichtete sich der Zeitrahmen für die Sanierung des Parkhauses und die Fraktion hielt es für geboten, am 29.03.2017 den Antrag zu erneuern. Wir erinnern:

Zunehmend mehren sich Stimmen aus der Bevölkerung, die den Einbau eines Personenaufzuges am Parkhaus Krautstraße anregen. Menschen mit Gehbehinderung, Mütter mit Kindern und Besucher mit Kinderwagen oder Rollator müssen sich durch die engen Treppenhäuser quälen oder gehen - in deren Umgehung - die Fahrwege zu Fuß zur Ein- und Ausfahrt. Die Treppen haben nur eine Laufbreite von etwas mehr als einem Meter und sind damit sehr eng. Bei Benützung haben schon Nutzer mit Taschen oftmals Probleme aneinander vorbeizukommen, geschweige denn gehbehinderte Menschen oder Personen die, wie geschildert, mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs sind. Diese schlechte Situation stellt ein Negativ-Image für unsere Stadt dar und sollte spätestens im Zuge der Generalsanierung des Parkhauses beseitigt werden.

Die CRB – Stadtratsfraktion beantragt,

am Parkhaus Krautstraße einen Personenaufzug errichten zu lassen. Der Stadtrat soll die Verwaltung oder ein geeignetes Büro beauftragen, eine Lösung für Anbau oder Einbau eines barrierefreien Personenaufzuges zu suchen, den zugehörigen Kostenrahmen auszuarbeiten und den Lösungsvorschlag dem Stadtrat vorlegen. Eine Realisierung soll im Zusammenhang mit der Generalsanierung des Parkhauses erfolgen.

Dieser Antrag wurde in die Zuständigkeit des an den Werkssenats verwiesen, denn die Stadtwerke haben seit einiger Zeit die komplette Steuerung der Parkhäuser in ihrer Verantwortung. Der Werkssenat hat im Verlauf des Jahres 2017 mehrmals über die Thematik debattiert. Um zu einem Ergebnis zu gelangen wurden dem Senat nun zwei Umsetzungsvorschläge unterbreitet.

Variante 1:  Einbau in den ursprünglich vorgesehenen Aufzugschacht. Dieser Schacht wurde allerdings im Lauf der Jahre mit technischen Einrichtungen verbaut. Ebenso befinden sich Toiletten auf den Etagen und diese müssten nun bei Einbau eines Aufzugs verlegt und neue Räume dafür geschaffen werden.

Variante 2: Einbau in einen neu zu errichtenden Aufzugschacht: Mit einem neuem Schacht könnten auch die Untergeschosse U 1 und U 2 angefahren werden. Vorteilhaft wäre auch, dass die tragende Struktur des Gebäudes nicht angegriffen werden  müsste. Zudem wäre eine Einbauzeit deutlich kürzer als bei Variante 1. Allerdings entfielen, auf die Etagen verteilt, 8 Stellplätze.

Besonders der Entfall von Stellplätzen im Parkhaus wurde lange diskutiert. Eine zielführende Lösung zur Kompensation der Stellplätze erscheint absehbar. Oberbürgermeister Manfred Schilder teilte nun den Beschlussvorschlag der Stadtwerke.

Erster Beschluss:  Soll ein Aufzug grundsätzlich im Zuge der Sanierung eingebaut werden?

Dies wurde einstimmig so beschlossen.

Zweiter Beschluss: Welche Variante soll in Umsetzung kommen? 

Dazu wurde nochmals das Bauamt um technische Erläuterung gebeten.

Als Ergebnis wurde einstimmig beschlossen, der Variante 2 den Vorzug zu geben.

 

Die CRB-Fraktion bedankt sich bei den Stadtwerken, der Verwaltung und den Fraktionen für die im Sinne unserer familienfreundlichen Stadt guten Entscheidung.

 

 

Memmingen, 02.03.2018
Wolfgang Courage
Fraktionsvorsitzender