100 Prozent Memmingen

Anträge 2016

Schrannenplatz 7 KM/H-Zone

Memmingen, 18.06.2016

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

auf Beschluss des Stadtrats wurde im gesamten Altstadtbereich von Memmingen, bis auf wenige Ausnahmen, einheitlich Tempo 30 beschlossen, diese Regelung bewährt sich weitgehend. Während der vergangenen Jahre hat sich allerdings ein kurzer Streckenabschnitt in der Innenstadt als besonders beobachtungswert herauskristallisiert, bei dem eine Anpassung sinnvoll erscheint. Es handelt sich konkret um den Straßenabschnitt Schrannenplatz West (Einmündung Kempter Straße) bis Ende Einmündung Hirschgasse.

Der Bereich zwischen Kempter Straße und östlicher Hirschgasse hat in den vergangen Jahren gelungene Baumaßnahmen erfahren und das Gebiet sehr zum Positiven entwickelt. Das stellt sich auch durch intensive Teilhabe der Bevölkerung dar. Verkehrstechnisch ist es inzwischen allerdings so, dass auf diesem sehr geraden Straßenabschnitt dem Eindruck nach gerne deutlich über der zulässigen 30 km/h-Geschwindigkeit gefahren wird. Darauf haben in zurückliegender Zeit wiederholt Bürgerinnen, Bürger und verschiedene Initiativen hingewiesen und gebeten, eine Anpassung ins Auge zu fassen. Besonders darf auf die zunehmende Nutzung und Querung dieses Straßenabschnitts durch Senioren (nahe liegendes Bürgerstift) und Kinder (Wasserspiele) hingewiesen werden. Insbesondere die in den Schrannenplatz einmündenden verkehrsberuhigten Bereiche Im Klösterle, Rabenstraße und Hirschgasse sowie die Fußgängerzone vermitteln fußläufigen Nutzern den Anschein, eine große verkehrsberuhigte Fläche sicher beanspruchen zu können. Diese "quasi" Sicherheit sollte besonders die Straße querenden Nutzer in ihrem Bemühen die Straße gefahrloser queren zu können gestärkt werden.

Ausgehend von diesen Tatsachen beantragt die CRB Stadtratsfraktion:

Der Stadtrat möge beraten, dass der Straßenabschnitt zwischen Kempter Straße und östliche Hirschgasse dieselbe Nutzungsqualität erhält wie die Fahrstrecke Roßmarkt bis Manghausplatz. Die typische Ausbaucharakter "Straße" ist in diesem Bereich durch nahezu Niveaugleichheit kaum vorhanden. Eine erforderliche Ausschilderung wäre mit wenigen entsprechenden Hinweisschildern kostengünstig zu bewerkstelligen. Zur Verdeutlichung könnte auf dem Straßenbelag noch (wie andernorts üblich) die erlaubte Geschwindigkeit aufgetragen werden. Nachdem diese Maßnahme keine hohen Kosten verursacht, verzichtet der CRB auf Verweis auf eine Haushaltsstelle. Nach Beratung und Beschluss durch den Stadtrat soll die Verwaltung beauftragt werden, die erforderlichen Maßnahmen umzusetzen.

Es wird gebeten, den Antrag dem Stadtrat zur Beratung und Beschlussfassung auf die Tagesordnung zu setzen..

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Courage

CRB Fraktionsvorsitzender