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Einführung der Ehrenamtskarte in Memmingen

Antrag auf Einführung der Ehrenamtskarte in Memmingen

Memmingen, 23. Mai 2014

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,


die Bayerische Ehrenamtskarte ist ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für besonderes Bürgerschaftliches Engagement. Ehrenamt findet größtenteils vor Ort statt, dort wo die ehrenamtlich Tätigen wohnen. Wir alle sind dankbar für jedes Bürgerschaftliche Engagement das bekanntlich einen bedeutenden Beitrag zum Gemeinwohl beiträgt.
Unser sehr verehrter Herr Bundespräsident Joachim Gauck würdigte in seiner Weihnachtsansprache 2013 das Engagement vieler Ehrenamtlicher. "Sie helfen in beeindruckender Weise bei Naturkatastrophen wie der großen Flut in diesem Sommer. Sie lindern Armut und verhindern Ausgrenzung. Sie kümmern sich um kulturelle Werte, fördern den Breiten- und Behindertensport, verteidigen Menschen- und Bürgerrechte, helfen Menschen, besser zu leben oder begleitet zu sterben." An die Adresse der Ehrenamtlichen sagte Gauck: "Sie sind das große Geschenk für Deutschland. Ich danke Ihnen dafür, dass Sie unser Land so lebenswert machen."
Um das Ehrenamt insgesamt zu stärken hat das Bayerische Sozialministerium unter anderem auch die Ehrenamtskarte ins Leben gerufen. Nun sollte sich auch die Stadt Memmingen in den Reigen bayerischer Städte einreihen um mit der inzwischen bayernweit gut angenommenen Ehrenamtskarte ein „Dankeschön“ an besonders engagierte Bürger zu richten. Dies insbesondere auch deswegen, weil sich inzwischen ein Ungleichgewicht zwischen ehrenamtlich Wirkenden des Landkreises und der Stadt Memmingen auftut. Ehrenamtliche, die im Landkreis wohnen, bekommen die Ehrenamtskarte, dagegen sind Memminger Ehrenamtliche von den Vergünstigungen welche die Karte bietet, ausgeschlossen. In nicht wenigen Vereinen wirkt dies inzwischen wie eine Ungleichbehandlung, die Stadt sollte sich deshalb dem Projekt Ehrenamtskarte rasch anschließen. Was ist zu tun?


Eine kreisfreie Stadt, die die Ehrenamtskarte einführen möchte, wendet sich an das Zentrum Bayern, Familie und Soziales, Postfach 10 12 65, 95412 Bayreuth. Folgende Punkte für Einführung der Bayerischen Ehrenamtskarte sind dabei zu beachten:

  • Die kreisfreie Stadt führt eine Ehrenamtskarte ein, die dem vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen vorgegebenen Layout entspricht.
  • Die kreisfreie Stadt stellt Ehrenamtskarten für ihre bürgerschaftlich Engagierten aus, wenn die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Die kreisfreie Stadt stellt sicher, dass die Voraussetzungen für den Erhalt der Ehrenamtskarte (Nachweis durch Vereine, Organisationen etc.) erfüllt sind.
  • Die kreisfreie Stadt übernimmt die Akquise von Akzeptanzstellen (Unternehmen, kommunale Einrichtungen) vor Ort.

Diese Punkte sind aus Sicht der CRB-Fraktion mit überschaubarem Aufwand durch die Stadtverwaltung umzusetzen. Dazu sind im Wesentlichen nur eine geringfügige Organisationsanweisung und guter Wille erforderlich.


Die CRB-Fraktion beantragt:


Der Stadtrat erteilt der Verwaltung den Auftrag, die Einführung der Ehrenamtskarte in der Stadt Memmingen in die Wege zu leiten. Die Umsetzung soll zügig erfolgen. Ziel soll sein, dass noch im Herbst 2014 der Beschluss gefasst und realisiert werden kann.


Nachdem mögliche Kosten nicht zu beziffern sind, sich diese auch im Wesentlichen auf Verwaltungsarbeit beschränken, wird auf einen Deckungsvorschlag verzichtet. Sofern dennoch ein fiskalischer Aufwand anfällt soll dieser mit einer Entnahme aus der Deckungsreserve gedeckt werden.


Die Einführung der Ehrenamtskarte in Memmingen wäre ein Dankeschön insbesondere von unserer Stadt an die in Memmingen ehrenamtlich Tätigen und würde bereits vorhandenes Ungleichgewicht beseitigen.


Wir bitten diesen Antrag im nächsten Plenum zu behandeln.


Mit freundlichen Grüßen


Wolfgang Courage CRB Fraktionsvorsitzender


Weitere Informationen:
Bayerische Ehrenamtskarte - Bayern
www.ehrenamtskarte.bayern.de/